BRITA SCHMIDT
Studium der Fächer Orgel bei Prof. Johannes-Ernst Köhler Cembalo, Klavier und
Blockflöte an der Franz-Liszt-Hoch-Schule in Weimar mit künstlerischem und
pädagogischem Diplomabschluss. Anschliessendes Studium an der
Karl-Marx-Universität Leipzig im Fach Musikwissenschaft ebenfalls mit
Diplomabschluss. 1968 erstes Orgelkonzert im Prager St.Veitsdom; bekommt erste
Schwierigkeiten an der UNI, weil sie sich weigert, den Einmarsch der Warschauer
Pakt Truppen in der CSSR öffentlich zu rechtfertigen. Danach zweijährige
Tätigkeit als Musikdramaturgin am Theater, musikpädagogische Arbeit in der
Erwachsenenbildung an der Zentralschule Droyßig. Arbeit an der Musikschule Saalfeld als Musikpädagogin. Heiratet 1972 in
Rudolstadt den Opernsänger Horst Schmidt. Im gleichen Jahr Aufnahme einer
gemeinsamen Konzerttätigkeit mit ihrem Mann, die sich 1974 bereits auf die
Kirchen der gesamten DDR erstreckt und das Ehepaar darüber hinaus auch in Polen
(Dom Breslau, Johanneskirche Liegnitz) konzertieren lässt Ab 1975 daneben
Anstellung als Musikpädagogin und -therapeutin am evang. Marienstift
Arnstadt/Thür. bei den behinderten Kindern. Brita Schmidt wird von der
Hochschule für Musik in Weimar eine akademische Laufbahn in Aussicht gestellt,
wenn sie sich von ihrem Mann trennen würde, was sie ablehnt. 1980 Ausbürgerung
aus der damaligen DDR in die Bundesrepublik Deutschland. 1980/81 Organistin und
Chorleiterin bei der kath. Kirchgemeinde Bad Salzig und Musikschulleiterin in
der Eifel. Nach Geburt des zweiten Kindes, Übersiedlung der Familie in
den Landkreis Waldshut. Daneben mehrjähriger Lehrauftrag für Orgel und
Blockflöte an der Universität Augsburg, Lehrauftrag für Musiktherapie an der UNI
Fribourg. Derzeit in der Schweiz an drei reform. Kirchen als Hauptorganistin, an
einer als Chorleiterin und noch als Musikpädagogin an einer Musikschule tätig.
In den Ferien und an freien Wochenenden gemeinsame Konzerttätigkeit mit ihrem
Mann. 2002 konzertiert Brita Schmidt bei der EXPO in Biel mit einer CD-Aufnahme.
Sie erhält 2003 Konzertangebote für Kiew, Estland und Amerika.
Auszüge aus der Presse

Orgelspiel für die Orgel: Konzertorganistin Brita Schmidt spielte am vergangenen Sonntag ein kleines, aber feines Orgelkonzert zugunsten der Orgelrenovierung in der Evangelischen Kirche. Bild: Chymo
Kleines Publikum für große Musik: Nur eine kleine Gruppe von Konzertbesuchern lauschte am vergangenen Sonntag dem sehr interessanten und abwechslungsreichen Orgelkonzert von Brita Schmidt, Diplom-Konzertorganistin aus dem schweizerischen Lengnau. Der Erlös des Konzerts fließt in die Orgelrenovierung der evangelischen Christuskirche. Die Konzertorganistin hatte große Literatur mitgebracht und bewies, dass auch eine kleine Orgel, vorausgesetzt, sie ist in richtigen Händen, zu Großem fähig ist. Das Versäumnis der Abwesenden wog gleich doppelt. Sie verpassten nicht nur das erstaunlich große Spektrum an Tönen der hiesigen Orgel, sondern auch eine kurzweilige Lehrstunde quer durch die Geschichte der Orgelmusik. Die insgesamt zehn Kompositionen reichten von Barock, Klassik und Romantik bis hinein in das 20. Jahrhundert und Werken von estnischen Orgelmusikern, die hierzulande so gut wie nicht bekannt sind. Zum Beispiel die "Berceuse", ein leichtfüßiger melodischer Tanz des Esten Alfred Karindl. Brita Schmidt hatte ihren in Oberhof lebenden Gatten Horst Schmidt mitgebracht, der auch die Moderation übernahm: "Sie werden hören, welch einschmeichelnde Musik die Orgel mit ihren Stimmen leisten kann", so Schmidt zur spätromantischen "Cantilene" des Liechtensteiners Joseph Reinberger. Selbstverständlich sparte Brita Schmidt aber auch das Barock und Johann Sebastian Bach nicht aus, jenem "Meister, der alles zusammenschloss". Schmidt spielte eine "Fuge C-Dur". Nach zehn Kompositionen und knapp einer Stunde war Schluss, die Konzertbesucher waren mehr als erfreut über die Orgelklänge, um wertvolles Wissen über die Orgelmusik reicher und dadurch für die Zukunft vielleicht neugierig auf mehr. Denn bis hin zur Orgelrenovierung werden noch einige Jahre und Benefizkonzerte ins Land ziehen. In sechs bis acht Jahren, meinte Pfarrer Wilhelm Brüggemann bei der Begrüßung. "Die Orgel hat so ein paar kleine Schwächen", so der Pfarrer zum Zustand der Orgel, die einer kompletten Reinigung unterzogen und bei dieser Gelegenheit auch neu intoniert werden soll. Die aus den 60er Jahren stammende Orgel sei ein Kind ihrer Zeit und klinge hie und da etwas dunkel. (chy) - Südkurier - 20.03.2007
Anspruchsvolle Kirchenmusik

GLOSBERG. - Ein interessant zusammengestelltes Konzertprogramm erfreute Kirchenmusikfreunde in der Wallfahrtskirche Maria Glosberg. Brita Schmidt an der Orgel und der Tenor Horst Schmidt boten eine Klangfülle, die man selten in Gotteshäusern zu hören bekommt. Über die Musik den Weg zu Gott ebnen, dies wünschte Horst Schmidt den zahlreichen Zuhörern. Er und seine Frau freuten sich darauf, in Glosberg erstmals eine Krätzer-Orgel bespielen zu können. Anspruchsvolle Orgel- und Vokalwerke verschiedenste Stilepochen von der Renaissance bis in die neuere Zeit glänzten durch hervorragenden Vortrag. Die zehn „Biblischen Lieder", die Antonin Dvorak 1894 nach dem Tod seines Vaters komponierte, sind offensichtlich dem Tenor sehr ans Herz gewachsen. Die sechs geistlichen Lieder, die er sang gehörten zum Nachhaltigsten des Konzertabends. Brita Schmidt bewährte sich hier, wie auch bei anderen Liedern, als eine höchst feinfühlige Begleiterin.
Konzert St. Maria Glosberg 1991 (Krätzer-Orgel)
Kirchenmusik hoher Qualität
|
|
Das Ehepaar Horst und Brita Schmidt bei seinem Orgelkonzert am Sonntag
der evangelischen Kirche.
Blumberg. Kirchenmusik der höchsten Qualität boten am Sonntag der Tenor Horst Schmidt und die Konzertorganistin Brita Schmidt. Das Ehepaar, intonierte Werke von Barockmusiker Heinrich Schütz bis hin zum Zeitgenossen Hans-Karl Eberhardt in nahezu perfekter Weise. Brita Schmidt, die ihre Ausbildung an der Musikhochschule in Weimar erhielt, eröffnete das Konzert mit dem Präludium und Fuge in g-Moll von Dietrich Buxtehude. Buxtehude gilt als der grösste barocke Orgelmeister vor Bach, und Bach selbst pilgerte einst quer durch Deutschland zu dem Lübecker Organisten. Das vorgetragene Werk zeichnet sich besonders durch seine komplexe, für ungeübte Ohren kaum aufzulösende Struktur aus. Zudem gilt es bei den Musikern als sehr schwierig zu spielen. Brita Schmidt gelang es jedoch, auch dieses schwer verständliche Werk ansprechend zu interpretieren. Im folgenden geistlichen Konzert „O du allerbarmherzigster Jesu" brillierte dann Tenor Horst Schmidt. Heinrich Schütz, der Begründer der evangelischen Kirchenmusik und Komponist des Konzerts, hat mit diesem Stück ein Werk mit grosser Aussagekraft geschaffen, das in der schlichten Ausführung durch Horst Schmidt das flehende Gebet des Komponisten auch heutigen Konzertbesuchern verständlich machte. Die fünf geistlichen Lieder des Romantikers Antonin Dvorak standen in angenehmen Kontrast zu den vorangegangenen Barockmusiken, denn die von diesem Komponisten verwendete Elemente aus der tschechischen Folklore machen seine Werke für den Hörer leicht zugänglich. Höhepunkt des Konzerts in de evangelischen Kirche war aber zweifellos der Prolog und die Gesänge de thüringischen Komponisten Kar Hans Eberhardt, die dieser erst vor einigen Jahren nach jüdischen Texte aus dem Warschauer Getto schuf. Der Prolog ist atonal gehalten, und kann in seinem musikalischen Aufbau nach Meinung von Horst Schmidt mit de Werken des „Zwölftöners" Schönbergs verglichen werden. (...)
Badische Zeitung 8.09.1988
Konzert Evangelische Kirche Blumberg 1988 (Steinmeyer-Orgel)
Beeindruckendes Konzert
Horst und Brita Schmidt in der Kirche von
Großenried
„Ciaconna in d-Moll" von Pachelbel zu Beginn des Programms

GROSSENRIED - In der katholischen St.-Laurentius-Kirche in Großenried gaben Brita Schmidt an der Orgel und Horst Schmidt, Tenor, ein beeindruckendes Konzert. Die Organistin begann mit „Ciaconna in d-Moll" von Johann Pachelbel (1653 bis 1706). (...) Die vorgesehenen Orgelwerke von Joseph Rheinberger konnten auf dem Instrument in Großenried nicht gespielt werden, da es zu klein war. Horst Schmidt überzeugte vor allem auch mit der Kirchenarie „Wenn dir mein Flehen" von Alessandro Stradella (1640 bis 1682). Herausragend interpretierte das Duo den „Nachlass"- von Hans-Karl Eberhardt (geboren 1941). Hans-Karl Eberhardt war im Jahre 1974 in Rudolfstadt Konzertmeister am dortigen Theater. Er war ein grosser Verehrer des jüdischen Tenors Josef Schmitz, der im Zweiten Weltkrieg in die Schweiz emigrierte und dort starb. Josef Schmitz hatte vor seinem Tod drei Gesänge für Tenor und Orgel, nach Texten aus dem Warschauer Getto, geschrieben. Eberhardt brachte das jüdische Liedgut von Schmitz auch für die Orgel gut spielbar heraus. Brita Schmidt gab es in Großenried hervorragend wieder. Ihre Ausbildung erhielt Brita Schmidt an der Musikhochschule in Weimar. Ihr Ehemann Horst Schmidt feiert demnächst seinen 80. Geburtstag und singt immer noch mit einer bemerkenswerten Stimme. (...)
Konzert St. Laurentius Grossenried 2002
(Bittner-Orgel)
Konzert für Orgel und Tenor in Wieseth
WIESETH - Am Dienstag, 30. Juli 2002, findet ab 20 Uhr in der Wiesether Kirche
ein Konzert für Orgel und Tenor statt. Ausführende sind Brita und Horst Schmidt
aus der: Schweiz. Ihre Ausbildung erhielt Brita Schmidt an der
Franz-Liszt-Hoch-schule für Musik in Weimar. Zurzeit ist sie Hauptorganistin an
drei Kirchen in der Schweiz. Horst Schmidt hat schon auf vielen
Theaterbühnen, von Eisenach bis Magdeburg, gesungen. Seit 1972 konzertiert er
zusammen mit seiner Frau. In der Wiesether Kirche werden unter anderem Werke von
Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz und zeitgenössischen Komponisten zu hören
sein. (...)
Vorankündigung Konzert Evangelische Kirche Wieseth (Steinmeyer-Orgel)
Grosse Musikkunst (...)
Brita und Horst Schmidt in Grevenbrück

Grevenbrück. Leider nur wenige Musikfreunde gönnten sich am Samstagabend den Genuss eines aussergewöhnlichen Konzertes in der evangelischen Kirche. Dort gastierten die exzellente Organistin Brita Schmidt und als Solo-Tenor ihr Ehemann Horst Schmidt. Nach Grevenbrück zog es das, aus der ehemaligen, DDR stammende und in der Schweiz lebende Küristlerehepaar, weil es mit Orgelbauer Wolfgang J. Braun befreundet ist, der sich mit dem l988 in der Grevenbrücker Kirche gebauten Instrument hierzulande ein Denkmal gesetzt hat Brita und Horst Schmidt spannten den musikalischen Bogen vom Barock über die Renaissance und Klassik bis zur neuzeitlichen Interpretation unvergänglicher Schöpfungen. Sie beeindruckten durch ein überdurchschnittliches Maß an Feingefühl und offenbarten einen bewunderns¬werten Nuancenreichtum. In all ihren Vorträgen trafen sie genau den charakteristischen Ton echter Frömmigkeit, getreu ihrem Leitgedanken „Über die Musik den Weg zu Gott ebnen."
Konzert Evangelische Kirche Grevenbrück 2001 (Wolfgang J. Braun Orgel)
30.07.2001 Amtliches Bekanntmachungsblatt für den Kreis Olpe
EINFÜHLSAM IM ABENDROT
Konzert mit Orgel- und Vokalwerken in der St. Julianer Kirche
|
|
Brita und Horst Schmidt
präsentierten Orgel- und Vokalwerke aus verschie
denen Epochen.
Orgel- und Vokalwerke aus verschie¬denen Epochen präsentierten in der protestantischen Kirche St. Julian Diplom-Konzertorganistin Brita Schmidt (Orgel) und ihr Ehemann, der Opern-und Konzertsänger Horst Schmidt (Tenor). Das Konzert in St. Julian begann Horst Schmidt mit dem Liedvortrag „Bringt her dem Herren". Trotz seiner 82 Jahre hat seine Stimme kaum an Kraft und Ausdrucksstärke verloren. Seine klassische Ausbildung zum Opernsänger absolvierte er in Leipzig. Über zehn Jahre lang sang er alle großen Operpartien an der Oper in Eisenach, bevor er im Jahr 1966 aus politischen Gründen Berufsverbot erhielt. Besonders einfühlsam war auch Horst Schmidts Vortrag von Schuberts „Im Abendrot". Nach einem musikalischen Spaziergang durch die Jahrhunderte berührte der Tenor das Publikum mit den Gesängen nach jüdischen Texten aus dem Warschauer Ghetto. Zwischen den Liedvorträgen gab Brita Schmidt einen Einblick in ihr musikalisches Können. Sie spielte die „Dorische Toccata" von Johann Sebastian Bach, Kuchärs „Fantasie" und eine Toccata aus der „Gotischen Suite" von Leon Böellmann.
Konzert Evangelische Kirche St. Julian 2004 (Gebrüder Stumm-Orgel)
Die Rheinpfalz 06.07.2004
Die Orgel rührt und erbaut die Zuhörer
Konzert mit Brita und Horst Schmidt in St. Martin

Blumberg-Riedöschingen. Wunderschöne Töne entlockte Konzertorganistin Brita
Schmidt der Riedöschinger Kirchenorgel bei ihrem nachweihnachtlichen Konzert am
vergangenen Sonntag Nachmittag. Die 1878 in die Riedöschinger St.-Martins-Kirche
eingebaute Orgel zeugt von der sehr guten handwerklichen Arbeit ihres Erbauers
Hecht aus Spaichingen. Schon damals wurde der Orgel ein langes Leben
vorausgesagt. »Die schönen Töne der Orgelpfeifen bieten dem Spieler die Mittel
zu erbauen und zu rühren«, heisst es im Prüfbericht von Orgelinspektor
Schmalhans aus Konstanz. »Die Stimmen eignen sich sowohl für Gesangsbegleitung
als auch für bloss instrumentelle Vorträge.« Dies bestätigte Brita Schmidt, die
der Orgel eine hervorragende Klangqualität bescheinigte und jede einzelne
Orgelpfeife an diesem Nachmittag ihren Dienst verrichten liess. Den gesanglichen
Part übernahm Opern- und Konzertsänger Horst Schmidt, der auch mit Erläuterungen
zu Werken und Komponisten durch das Konzertprogramm führte. Horst und Brita
Schmidt stellten bereits 1989 Orgeln aus dem Waldshuter Kreis in einem Buch vor.
Da sie dafür keinerlei staatliche Unterstützung bekommen, finden ihre Konzerte
auf Kollektenbasis statt. Ihr Konzert in Riedöschingen war dabei nur eine von
942 Aufführungen, die sie durch die ehemalige DDR, Polen, Österreich und andere
europäische Länder führten. Die interessierten Zuhörer erhielten an diesem
Nachmittag einen eindrucksvollen Einblick in die Vielfalt der Orgel- und
Kirchenmusik.
Leider ließen sich viele Musikliebhaber diesen musikalischen Kunstgenuß entgehen
und so blieben viele Plätze in der St.-Martins-Kirche frei. Vielleicht jedoch
bekommen sie die Chance, ihr Versäumnis nachzuholen, denn Brita Schmidt würde es
sehr viel Spass machen, wieder einmal auf der Riedöschinger Orgel zu spielen.
Konzertorganistin Brita Schmidt holte aus der Riedöschinger Kirchenorgel während
ihres Konzerts am Sonntag Nachmittag alles heraus, was in ihr steckt. Mit auf
dem Bild Konzertsänger Horst Schmidt, der die angebotenen Lieder gesanglich
interpretierte.
Konzert St. Martin Riedöschingen 1995 (Tiberius Hecht-Orgel)