Flötenuhr

Es sind kostbare mechanische Uhren mit einer kleinen Orgel kombiniert. Zu
vorgegebener Zeit erklingt feinste Musik von einer Stiftwalze gesteuert. Inniger
kann Handwerk mit Musik und damit Technik mit Kunst nicht verbunden werden!
Blütezeit des Flötenuhrbaues war das ausgehende 18. Jahrhundert. Gebaut wurden
Flötenuhren für wohlhabende, kulturell gehobene Kreise, also gebildete Personen
mit entsprechendem Kunst- und Musikverständnis. Feinste Stücke baute man in Wien
und Berlin. Einfachere Flötenuhren wurden bis ca. 1850 in großen Stückzahlen im
Schwarzwald hergestellt. Sie spielten zur Unterhaltung auch in Gasthäusern.
Der wertvollste Teil einer Flötenuhr ist die Musikwalze.
Sie speichert und konserviert die Musik so, wie sie der Erbauer zu seiner
Lebzeit gehört bzw. interpretiert hat.